Traditionelle Schweizer Handwerke Teil 2

Im ersten Teil unserer Serie “Traditionelle Schweizer Handwerke” haben wir Ihnen bereits einen kleinen Einblick in die Vielfältige Welt der Schweizer Handwerkstraditionen gewährt. Diese Woche möchten wir Ihnen zwei weitere Handwerkskünste näher bringen.

 

Scherenschnittkunst

Im 17. Jahrhundert schaffte es der Scherenschnitt von China über Indonesien, Persien und den Balkan nach Mitteleuropa. Die Technik breitete sich in Europa nur zögernd aus. 200 Jahre später etablierte Sie sich jedoch wie das Klavierspielen und Malen als Bildung der “höheren Töchter”. Doch auch anerkannte Künstler entdeckten die Arbeit mit Papier und Schere für sich und gaben ihr wichtige Impulse.

Wie so oft in der Kunst gibt es auch hier verschiedene Stile, somit kann man nicht nur von dem einen Scherenschnitt reden. Die Vielfalt reicht vom klassischen Alpaufzug bis hin zur Abstraktion. Auch was die Technik  und die Werkzeuge anbelangt, gibt es Variationen. So wird, was der Name fälschlicherweise vermuten lässt, nicht nur mit einer Schere gearbeitet, sondern oftmals kommen mehrere Messer und Scheren zum Einsatz.

Der Stellenwert des Scherenschnitts im Kunstbetrieb ist schwierig zu definieren. So wird der Scherenschnitt beispielsweise an Kunstschulen nicht gelehrt. Oftmals werden Kunstwerke in ethnografisch ausgerichteten Institutionen wie dem Museum der Kulturen in Basel ausgestellt. Die letzten grossen Scherenschnitt-Ausstellungen wurden in den Landesmuseen in Schwyz, Prangins und Zürich ausgestellt. Dort erfreuten sie sich einer grossen Beliebtheit bei den Besuchern.

©www.scherenschnitt.ch

Strohflechten

Dieses Handwerk findet seinen Ursprung im Freiamt, welches heute aus den zwei Bezirken Bremgarten und Muri besteht. Im 16. Jahrhundert gelangte es von Italien in die Schweiz. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Strohflechten zu einer grossen Exportindustrie der Schweiz. Vor allem Strohhüte in allen möglichen Variationen wurden produziert. Viele Familien konnten sich durch das Strohflechten in Heimarbeit ein Zusatzeinkommen sichern.

Auch heute noch wird das kunsthandwerkliche Strohflechten gepflegt, unter anderem vom Verein «stroh-in-form». In Wohlen ist zudem das Strohmuseum im Park zu finden. Dort können Besucher in die Geschichte dieses bäuerlichen Kunsthandwerks eintauchen. Das ganze Jahr über werden zudem verschiedene Kurse angeboten, welche dem Besucher die Möglichkeit geben, diese lebendige Tradition selber auszuprobieren.

 

Entdecken Sie mit uns die Regionen, wo diese beiden Kunstformen Ihren Ursprung haben, zum ½ Preis:

Boutique Hotel Sonne *** in Bremgarten AG, Zürich Region

Doppelzimmer Comfort für CHF 92.50 statt CHF 185

  • inmitten der Altstadt
  • charmante Sonnenterrasse
  • geschichtsträchtiges Gästehaus

 

 

 L’Hôtel de Ville *** in Château-d’Oex, Genferseegebiet

Doppelzimmer Cosy für CHF 90 statt CHF 180

  • in der Nähe des Bahnhofs
  • hauseigene Mikro-Bierbrauerei
  • saisonale Küche

 

 

 

©Headerbild: www.scherenschnitt.ch

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