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Auf den Spuren der Reformation (Zwingli)

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Schweizer Filmen nie allzu grosse Aufmerksamkeit gewidmet habe. Ausser «Mein Name ist Eugen» und «Heidi» kannte ich als Kind die Schweizer Kinowelt kaum. In der letzten Zeit hat die Schweiz sich auf der Leinwand sehr gut gemacht und so, besser spät als gar nie, auch mein Interesse geweckt. So zum Beispiel mit dem Hit «Die göttliche Ordnung» oder der filmischen Interpretation des Buchs «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse». Beide Filme liebe ich. Mit «Zwingli» ist ein weiterer, spannender Film in die Kinos gekommen, den ich zwar noch nicht gesehen habe, der aber bereits jetzt mein Interesse an der Geschichte der Reformation in der Schweiz geweckt hat. Daher werden wir nun gemeinsam eine Reise auf den Spuren der Reformation antreten.

 

Ulrich bevor Hulrych

Am 1. Januar 1484 wurde Hulrych Zwingli als Ulrich Zwingli in Wildhaus im Toggenburg geboren. Sein Geburtshaus ist heute noch als Museum zu betreten. Wildhaus ist eine wunderschöne Gegend, in der man neben der Geburtsstätte der Schweizer Reformation auch prima Wanderwege findet. Übrigens; Wildhaus hat die höchste Postleitzahl der Schweiz – 9658. Die höchste Gemeinde des Kantons ist also sicherlich einen Besuch wert!

Später besuchte Zwingli die Lateinschule in Basel, gefolgt von der Lateinschule in Bern. Nach einem 4-jährigen Studium der «Sieben freien Künste» in Wien, fing Zwingli 1502 endlich sein Theologiestudium in Basel an. Hier experimentierte er zum ersten Mal mit anderen Schreibweisen seines Namens. Im September 1506 wurde Zwingli zum Priester geweiht.

 

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Beginn in Glarus

Schnell begann er seine kirchliche Laufbahn als leitender Pfarrer von Glarus. Dank Zwingli gibt es in Glarus, neben wunderschönen Bergen und idyllischen Seen auch die Kreuzkapelle zu bestaunen, in der ein angeblicher Splitter des originalen Kreuzes Jesu’ aufbewahrt wird. Hier also unbedingt auch einmal vorbeischauen und wer der Echtheit des Relikts eher kritisch entgegensieht, hat sicherlich genügend andere Dinge zu bestaunen.

 

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© Gemeinde Glarus

 

Krieg und Hinterfragung

Die kriegerische Zeit in Europa liess auch die Schweiz nicht unberührt. Schweizer Söldner waren begehrt und daher mussten sich die Glarner entscheiden, ob sie sich auf die Seite der Franzosen oder des Papstes stellen wollten. Zwingli selbst war ein starker Befürworter des Papstes und begleitete als Feldgeistlicher etwa 500 Schweizer Soldaten in die Schlacht. Nach der blutigen Niederlage der Schweizer gegen die Franzosen in der Schlacht von Marignano wurde es schwierig für einen Papst-Sympathisanten eine Stellung zu halten. Zwingli musste 1516 weichen und wurde für 3 Jahre beurlaubt.

Es folgten drei Jahre im Kloster Einsiedeln , in denen Zwingli viel über den Zustand der katholischen Kirche erfuhr und anfing gegen die Wallfahrten und das Söldnertum zu schreiben. Da er den Krieg hautnah erlebt hatte, war ihm klar, dass dies keine heldenhafte Sache war; «Der Krieg erscheint den Unkundigen als süss» meinte Erasmus von Rotterdam und Zwingli strich sich dieses Zitat in seiner Ausgabe fett an.

 

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Vom päpstlichen Liebling zum Ketzer?

Am 1. Januar 1519 trat Zwingli das einflussreiche Amt als Leutpriester am Grossmünster in Zürich an. Seine Predigten hatten sich seit seiner Zeit in Glarus sehr verändert. Er setzte sich gegen das Fasten ein und trat für die Aufhebung des Zölibats ein. Ebenfalls wollte er die Messen abschaffen, verurteilte die Bilderverherrlichung und vertrat die Meinung, dass die Kirche eine Sache des Geistes und nicht der Gegenstände sei. Seine Übersetzung der Bibel, genannt «Die Zürcher Bibel» wird heute noch gelesen. Drei Zürcher Disputationen werden seinetwegen gehalten, um ihn der Ketzerei zu überführen, doch keine konnte feste Beweise vorweisen.

Erst im zweiten Kappelerkrieg um 1531 zwischen den Katholiken und den Reformierten wurde Zwingli getötet. Um seine Person ranken sich noch einige Fragen – für die einen ist er ein moderner Revolutionär – für die anderen eher ein extrem gläubiger Kleriker. Ich freue mich jedenfalls darauf Hulrych Zwingli auf der Leinwand zu sehen und in das Zürich des 16. Jahrhunderts einzutauchen und empfehle Ihnen, das Gleiche zu tun!

 

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