Die grosse Idee von Henry Dunant

In unserer Schweizer-Helden-Serie darf Henry Dunant nicht fehlen. Aus seiner Idee hat sich das Rote Kreuz, eine internationale Hilfsorganisation entwickelt.

Henry ist 1828 in Genf geboren. Schon als Kind wurde ihm soziale Verantwortung nahegelegt. Seine Mutter war im wohltätigen Bereich vor allem für Arme und Kranke tätig, während sein Vater sich beruflich um Verweiste und Vorbestrafte kümmerte. Als junger Erwachsener schloss Henry eine Lehre in einer Privatbank ab und arbeitete fortan weiter dort. 1859 hatte er schliesslich selbst Geschäfte geführt und aufgrund dieser ein Treffen mit Napoleon III. vereinbart. Auf dem Weg dorthin kam er am Schlachtfeld von Solferino vorbei. Rund 40’000 Verwundete und Tote lagen dort. Der Sanitätsdienst war überfordert, es standen zu wenig und teilweise zu schlecht ausgebildete Sanitätssoldaten zur Verfügung. Henry forderte Unterstützung für die Betroffenen, unabhängig von ihrer Nationalität.

Die Konfrontation mit Leid, Blut und Tod stellt ein Schlüsselereignis in Henrys Leben dar. Als er in seine Heimat zurückkehrte, setzte er sich mit seinen Erlebnissen in seinem Buch “Eine Erinnerung an Solferino”. Darin schilderte er nicht nur das Erlebte, sondern forderte gleichzeitig Lösungen an. Das Buch ging vielen Menschen nahe und wurde zum grossen Erfolg. 1863 schloss sich Henry mit Moynier, dem Präsidenten der Gemeinnützigen Gesellschaft von Genf, den Ärzten Appia und Maunoir und dem General Dufour mit folgenden Hauptanliegen:

  • Neutralisierung der Opfer und des Pflegepersonals
  • Schaffung von nationalen Komitees für die Betreuung der Verwundeten
  • Schaffung eines geschützten Raums inmitten von Schlachten

Dieses Komitee der Fünf entwickelte sich später zum Internationalen Komitee vom Roten Kreuz.

1867 wurde Dunant in einen Finanzskandal verwickelt und war gezwungen seine Ämter aufzugeben. Dies führte dazu, dass er von der Genfer Bürgerschaft diskreditiert wurde. Als Folge dessen ging Henry fort und reiste während 20 Jahren durch Europa. Erst durch den Bericht des Journalisten, Georg Baumberger, wurde 1895 wieder Gesprächsthema der Leute. 1901 wurde ihm schliesslich der Friedensnobelpreis überreicht und erhielt Anerkennung für seine grosse Idee.

Bild: dunant-museum.ch

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